Hinweise und Tips zum Üben

Um die Arbeit mit den Übungen möglichst effektiv zu gestalten, solltet Ihr die folgenden Hinweise beachten und beherzigen :

  • Regelmäßigkeit

    Regelmäßiges Üben ist effektiver. Ihr solltet also Eure Übungseinheiten lieber gleichmäßig auf die Woche verteilen, als nur einmal die Woche und dafür stundenlang zu üben.

  • Zielstrebigkeit

    Setzt Euch Übungsziele...und zwar realistische. Wenn Ihr Euch vornehmt einen komplexen Groove mit allen Feinheiten und in allen sinnvollen Tempi innerhalb von einigen Übungstagen zu trainieren, gibt es ein gutes Gefühl, wenn es tatsächlich klappt.
    Übertreibt Ihr es allerdings und nehmt Euch vor innerhalb der nächstes drei Wochen wie Dave Weckl zu klingen ist Frust vorprogrammiert.

  • Konzentration

    Sorgt beim Üben für eine ruhige Atmosphäre. Ihr werdet sehen, daß es sich wesentlich besser und effektiver üben läßt, wenn nicht nebenbei ein Fernseher läuft und alle drei Minuten das Telefon klingelt.
    Sorgt also dafür, daß Eure Übungszeit auch wirklich nur zum Üben da ist.

  • Lockerheit

    Versucht nicht stur ein und die selbe Übung partout hinzubekommen. Dies kostet schnell Konzentration und macht den Spaß am Üben zu nichte.
    Wenn es mal nicht klappen will, macht eine Pause oder spielt etwas anderes. Wenn man ein wenig Distanz zu einer harten-Nuß-Übung gewonnen hat, gelingt sie beim nächsten Versuch meist schon besser.

  • Metronom

    Eines der wichtigsten Utensilien des Drummers ist und bleibt das Metronom. Ich habe Euch zu den Übungen jeweils Tempoempfehlungen geben :

    Tempoangabe : 50 -180 bpm

    Diese z.B. bedeutet, daß Ihr die so gekennzeichnete Übung im den Tempi von 50 - 180 bpm sicher beherrschen solltet. Ihr solltet Übungen immer zuerst mit dem Metronom üben. Dies sichert den richtigen Bezug zum Metrum. Erst wenn die Übung mit Metronom sitzt, sollte Ihr sie auch ohne Üben, um Euer eigenes Timing zu trainieren.

  • Zählen

    Auch wenn das Metronom Euch das Zählen ja theoretisch abnimmt, ist es äußerst sinnvoll, den Grundpuls einer Übung laut mitzuzählen.
    Dies erleichtert z.B. die Koordination der Hände und Füße, festigt Euer Timing und schult das Notenverständnis. Als Hilfestellung dazu habe ich zumindest vor den Basis-Übungen die jeweilige Zählweise aufgeschrieben.
    Ein Beispiel - die Zählweise bei sechzenhntel Noten :

    Abbildung der Zählweise bei sechzehntel Noten


  • Nachhaltigkeit

    Wenn Ihr eine Übung mit Ach und Krach hinbekommen habt, bedeutet das nicht, daß Ihr sie beherrscht. Man sollte sie immer wieder (natürlich nicht an einem Tag --> siehe Lockerheit) spielen auch wenn sie schon das eine oder andere mal sauber funktioniert hat. Nur so stellt Ihr sicher, daß das ganze in Fleisch und Blut übergeht.
    Dies gilt speziell für die Basis-Übungen und auch die Rudiments, die dem fortgeschrittenen Drummer schnell viiiiieeeel zu einfach und daher langweilig vorkommen.
    Ihr werdet merken, daß gerade diese vermeintlich einfachen Übungen einem später zugute kommen. Beispielsweise lassen sich haufenweise Fill-Ins aus den Rudiments ableiten.
    Wohl dem, der sie einfach aus dem Handgelenk schütteln kann.

  • Selbstkontrolle

    Achtet beim Üben immer auf Eure Haltung, Eure Technik und Euer Timing.
    Jede Unsauberkeit die man sich wegen Nachlässigkeit erst einmal angewöhnt hat, muß man sich später in umso härterer Arbeit wieder abgewöhnen.
    Echte Wunder in Bezug auf Haltung bewirkt ein Spiegel, in dem man sich beim Üben betrachten kann. Die hightech-Variante wäre eine Videokamera, mit deren Hilfe man sich beim Üben und Spielen filmt. Später kann man sich seine Schwächen (oder seine perfekte Spielweise) in Bild und Ton zu Gemüte führen und Unsauberkeiten beim Üben zielgerichtet und konsequent zu Leibe rücken.